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Medienmitteilung-Detail
Alles im grünen Bereich
09.06.2005

Shawne Fielding auf dem Green.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ölscheich Tariq al Quassimi, Shawne Fielding und Thomas Borer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hausi Leutenegger bereitet sich auf seinen Einsatz vor.

*Quelle: news.ch vom 07.06.2005

Lipperswil
- Das jährliche Golfturnier der Informatik-Firma Paninfo ist in Wirtschaftskreisen beliebt. Ex-Botschafter Thomas Borer mit Gattin Shawne Fielding, "Hausi" Leutenegger und Ölscheich Tariq al Quassimi trafen sich dieses Jahr am 6. Juni zum Golfplausch.

Nicht allein, weil ein CEO so seinem Ausgleichssport nachkommt. Sondern auch, weil im gesellschaftlichen Rahmen ein ungleich wichtigerer Sport betrieben werden kann: Networking.

Das Begrüssungsritual ist herzlich. Die Frage "Wie geht’s?" wird immer aufs persönliche Befinden hin gestellt, hat nichts mit der Wirtschaftslage zu tun – und kann insofern auch immer mit " Bestens " beantwortet werden.

Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Sport und dem unvermeidlichen Showbusiness suchen auf dem perfekt getrimmten Rasen der Golfanlage Lipperswil zuerst einmal Erholung vom Geschäftlichen.

Nicht wenigen Wirtschaftsgrössen dient das Green eines Golfplatzes als Erweiterung des Konferenztisches. Doch dass zwischen zwei Löchern schnell der " Deal " gemacht werden könnte, widerspricht den gesellschaftlichen Regeln. "Wer sich einem über 18 Löcher aufdrängt, wird kein Geschäft abschliessen", weiss Kurt Weber von der Paninfo.
Als Gastgeber hat er zur Organisation des Fests nichts dem Zufall überlassen, und am wenigsten zufällig ist die Zusammenstellung der " Flights", der Golfer-Gruppen zu Zweien und Dreien.

Diese Konstellationen zeugen von politischem und wirtschaftlichem Fingerspitzengefühl. Alte Freunde werden nicht getrennt, und neue Freunde werden zusammengebracht. Die Spieler werden sich gegenseitig vorgestellt, wobei wirtschaftliche, politische und akademische Titel nicht unerwähnt werden – man weiss also, mit wem man hier einlocht.

"Good Löck – Bad Löck"

Peter Schifferle, sia abrasives, und Walter Grüebler, Sika AG, sind alte Kollegen – und während der eine hoch und heilig gelobt, heute wolle er einmal nur golfspielen, sagt der andere, man werde ganz bestimmt noch zum Geschäft kommen.

Die beiden Herren warten mit Engelsgeduld auf Shawne Fielding und erweisen sich als Kavaliere alter Schule, die ihr die Verspätung gerne nachsehen und ihr zum Spiel auf gut Englisch, mit schweizerdeutschem Einschlag, "Good Löck" wünschen – und "Bäd Löck" kommentieren, wenn Shawne ihren Ball in den Bunker schlägt.
Derweil spielt Shawnes Gatte, Thomas Borer, in einer Gruppe mit "Hausi" Leutenegger. Wirtschaftliche Interessen decken sich wie das Handicap der Spieler. Was nicht heisst, dass man die 18 Loch Stabelford mit hintergründigen Gedanken spielt. Gesprochen wird ohnehin nicht, wenn ein Spieler abschlägt.

Obwohl als Freundschaftsturnier ausgerichtet, treten viele Golfer mit jenem Eifer an, den man entwickelt, wenn dieser Sport einen festen Platz im Leben einnimmt. Der Starter erklärt am Tee die Logger-Rules und empfiehlt, sich immer "nach vorn" zu orientieren. "Also ganz genau wie im Leben", bemerkt eine Wirtschaftsgrösse, führend in Verpackungen.

Geschäftspartner nicht stören

Wer also auch geschäftlich einen weiten Ball schlagen will, tut gut daran, den Partner beim Abschlag nicht zu stören. Erst auf der schattigen Terrasse, wenn die Teilnehmer sich nach dem heissen Spiel mit dem kühlen Glas Champagner erfrischen und den Blick über die schneebedeckten Hänge des Säntis schweifen lassen, wenn "Hausi" seine Zigarre entzündet und National- und Regierungsräte mit den Vertretern von Nationalbank, Migros und IMB anstossen, dann kommt auch Geschäftliches zur Sprache. Jetzt wird Golf zur Nebensache und der Golfplatz zum Hubschrauberlandeplatz.

Aus den arabischen Emiraten eingeflogen wird Tariq al Quassimi, ein Ölscheich, der eine bedeutende Interessengruppe vertritt und mit der Paninfo Grosses und Grenzüberschreitendes vorhat.

Die Sitzordnung im Festzelt hat Kurt Weber ebenso nach diplomatischen Kriterien festgelegt wie die "Flights". Hier werden die neuen Bekanntschaften beim Anstossen mit einem "Daniello" gefestigt, einem Italiener mit eleganter guter Struktur – Attribute, die dann ebenso auf künftige geschäftliche Beziehungen zutreffen sollten. Hier erfährt man auch, wo die 100 Franken, die pro Teilnehmer eingezogen wurden, hingehen: ans "Golden Bridge Projekt" in Afrika und ans Kinderspital Zürich.

Das Schlussbouquet ist ein Feuerwerk, doppelt so lang wie das Kreuzlinger Seenachtsfest. Als wäre sogar die Natur neidisch geworden, durchzucken Blitze den Nachthimmel, doch der geballten Feuerkraft hat sie nichts entgegenzuhalten. Kurt Weber hätte auch etwas dagegen gehabt.