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Medienmitteilung-Detail
Futuristischer Bau für Paninfo AG
22.10.2002

*Quelle: Thurgauer Zeitung vom 21.10.2002

 




Der Thurgauer Unternehmer Kurt D. Weber tritt mit seiner Paninfo AG als Sponsor des Formel-1-Rennstalls Sauber Petronas auf. Jetzt hat die Firma einen Neubau bezogen.


Das Gebäude wirke wie ein Formel-1-Bolide neben der Autobahn, sagt Hans Peter Domanig, der CEO der Zschokke Generalunternehmung AG. Architekt Theo Hotz ist für ihn der «Pininfarina der Architektur». Thomas Klein von der Geschäftsleitung der IBM Schweiz AG sieht im Neubau einen «Glaskörper mit Blechdach». IBM ist der Businesspartner des Informatikunternehmens Paninfo, das sich als Datenbankspezialist und IBM-Systemhaus erfolgreich auf dem Schweizer Informationsmarkt behauptet. Der Bau weise «einen kraftvollen Charakter» auf, meint der Zürcher Stararchitekt Theo Hotz, der ihn mit seinem Team entworfen hat. Der Baukörper zeichne sich durch «eine gewisse Zeichenhaftigkeit» aus, fügt er an. Für Kurt D. Weber, den CEO der Paninfo AG, handelt es sich um ein weiteres Meisterwerk - «ganz klar um das Beste, was Hotz je gebaut hat».

Filiale in Frauenfeld
Der neue Firmensitz der Paninfo AG, die mit der Filiale Paninfo Services AG in Frauenfeld über eine Filiale verfügt, ist doppelt auffällig: von der Lage her und der Optik. Er liegt unmittelbar neben der Autobahn A1. Das Gebäude wurde in der Funktion eines Lärmschutzriegels errichtet, der das dahinter liegende Quartier vom Autobahnlärm entlastet. Das schräge Dach läuft parallel zum gewachsenen Terrain und ist deshalb auch schon mit einer Bergbahnstation verglichen worden. Theo Hotz ist davon überzeugt, den Standortvorteil - die werbewirksame Lage als Repräsentation und Marktauftritt - und den Standortnachteil - den Verkehrslärm - zu einer Synthese zusammengeführt zu haben. «Nur mit einem guten Bauherrn entsteht ein qualitätsvoller Bau», sagt der Stararchitekt.
Die lärmbelastete Seite des Gebäudes wurde auf ihrer ganzen Länge als akustische und thermische Pufferzone ausgestaltet, in der sich eine kaskadenartige Treppenanlage befindet. Es schliesst sich die Arbeitszone an. Innerhalb der Arbeitszone ist vom Autobahnlärm nichts zu mehr zu hören. Glas, Beton und Aluminium prägen das futuristische Bauwerk, das einen Rauminhalt von knapp 19 000 Kubikmetern aufweist und samt dem Land 17 Millionen Franken gekostet hat. Das Areal gehörte vorher dem Kanton Zürich. Die Decken und die Dächer sind schräg. Alles ist transparent, die Längsfassaden sind voll verglast. Vom höchsten Punkt aus ist der Blick durch das ganze Gebäude offen. Die äussere Metallhaut besteht aus verzinntem Kupfer. Sehr komplex präsentiert sich die computergesteuerte Haustechnik. Für die Heizung und Kühlung wird die Gebäudehülle aktiviert.
Baubeginn war im Juni 2001. Im September des laufenden Jahres konnte der neue Firmensitz bezogen werden. Realisiert hat ihn die Zschokke Generalunternehmung AG als Totalunternehmerin. Für die Kunst im und am Bau zeichnet Künstler Matias Spescha verantwortlich. Er hat nicht nur Eisenstelen und Bilder gestaltet, sondern auch bei der Farbgestaltung mitgewirkt. An der offiziellen Eröffnung des neuen Firmensitzes nahmen zahlreiche Gäste aus dem Kanton Thurgau und Rennstallbesitzer Peter Sauber teil. Im Eingangsbereich wird künftig immer ein Originalauto von Sauber Petronas stehen. Wenn er nicht Unternehmer geworden wäre, hätte er eine Karriere als Formel-1-Fahrer angestrebt, verriet Kurt D. Weber.