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Medienmitteilung-Detail
Seilbahnstation am Brüttiseller Kreuz
23.10.2002

*Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 22.10.2002

 


Der neue Paninfo-Firmensitz von Theo Hotz

ark. Gäbe es in Brüttisellen einen nennenswerten Berg, könnte man den neuen Hauptsitz des Informatikspezialisten Paninfo glatt mit einer Seilbahnstation verwechseln. Das mit einer glitzernden Metallhaut versehene Dach verläuft parallel zum Hang, und es fehlen zur perfekten Illusion lediglich die Stahlseile. In der Realität ist der vor wenigen Tagen eingeweihte Bau von Theo Hotz das wohl teuerste und spektakulärste Stück Lärmschutzwand der Schweiz. Wenige Meter vom tosenden Verkehr der Autobahn entfernt, schirmt es die weiter entfernt liegenden Gebäude von den akustischen Immissionen ab. Im beidseitig vollständig verglasten Bau hört man wenig bis nichts von dröhnenden Motoren. Hinter grossen Scheiben rasen die Autos lautlos Richtung Brüttiseller Kreuz. Erschlossen ist das Gebäude über zwei Eingänge auf den Stirnseiten und ein der Autobahn zugewandtes Treppenhaus. Dieses absorbiert das Wenige, was an Lärm bis ins Innere dringt, so dass es in den dahinter liegenden Arbeitsräumen völlig ruhig ist.

Die Nähe zur Autobahn hat auch die Wahl des Materials inspiriert. Roh belassener Beton, Glas und Metall sollen dem Bau laut dem Bericht der Architekten industrielles Gepräge geben. Aller Industrialität zum Trotz verströmen die knapp möblierten Räume dank der omnipräsenten Dachschräge und dem grosszügigen Lichteinfall so etwas wie nüchterne Gemütlichkeit. Die Betonskelettkonstruktion erlaubte den Verzicht auf tragende Zwischenwände. Damit konnte man einerseits dem Flexibilitätsbedarf des Bauherrn entgegenkommen. Andererseits erlaubt die zurückhaltende Aufteilung überraschende Durchblicke zwischen den Etagen - so weitreichende, dass man sich in gewissen Bereichen mit dem Anbringen eines Sichtschutzes befasst.

Gebaut hat Paninfo, beziehungsweise Zschokke als Generalunternehmer, auf einem Rest des Landes, das der Kanton einst für den Bau der Autobahn erworben hatte. Die Gesamtkosten bezifferte Paninfo-Inhaber Kurt D. Weber auf 17 Millionen Franken. Weber, der das 25-jährige Unternehmen vor zehn Jahren erwerben konnte, beschäftigt 60 Mitarbeiter, mit denen er im vergangenen Jahr einen Umsatz von 66 Millionen Franken erwirtschaftet hat. Paninfo ist IBM-Partner und Datenbankspezialist. Sie beliefert Kunden aller Grössenklassen mit Hard- und Software.